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Rick Vito

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Dass ihn seine Leidenschaft für die Musik einst zur legendären Band Fleetwood Mac bringen sollte, hätte Rick Vito wohl nie vermutet. Seine kindliche Vorliebe galt Elvis Presley. Geboren in einem Vorort von Philadelphia hatte er die ersten Züge des Rock’n’Roll gebannt vor dem Fernseher mit verfolgt. Die TV-Show „Bandstand“ wurde direkt aus Philadelphia gesendet und weckte sein Interesse für das Gitarre spielen. Zwar war Vito beeindruckt von Größen wie Jerry Lee Lewis, Fats Domino und Little Richard, sein besonderes Augenmerkt galt jedoch den Gitarristen, teils im Hintergrund. In Scotty Moore und Ricky Nelsons Gitarrist James Burton sah er seine persönlichen Helden. Duane Eddy, Chuck Berry und The Ventures ließen ihn nicht mehr los, ebenso wie der Wunsch nach der ersten eigenen E-Gitarre.

Rick Vito spürte, dass ihn die Einflüsse des Blues in der damaligen Musik fesselten. Eigene Muddy Waters- und Rolling Stones-Interpretationen waren ein Zwischenstopp auf dem Weg zu B.B. King und John Hammond. Im College verfestigte sich Vitos Spiel und der Weg zur Profession als Gitarrist war geebnet. Mit gerade mal 21 Jahren verschlug es Rick Vito in die Hollywood Hills, von wo aus er seine Karriere startete.

Der Blues bestimmte maßgeblich sein Leben und ein Anruf von Mick Fleetwood sollte dies in eine neue Richtung lenken. Rick Vito wurde Teil der legendären Band Fleetwood Mac im Juli 1987, ging auf mehrere Welttourneen und ist heute auf mehreren Veröffentlichungen zu hören. Seine Solo-CDs folgten bald und auch zahlreiche Gastspiele dokumentieren heute das Schaffen Rick Vitos. Bob Seger, Bonnie Raitt, Little Richard, Dobie Gray, John Fogerty, Stevie Nicks und Dolly Parton sind seine kreativen Partner und Bewunderer. Und auch Mick Fleetwood hielt an der Freundschaft mit Vito nach dessen Verlassen Fleetwood Macs fest.

Sieben Vito-Kompositionen sind auf der Live-DVD „Blue Again“ von Mick Fleetwoods Blues Band zu finden, welche während der Europa-Tour 2008 in Canterbury, England aufgenommen. Zeitgleich erschien 2009 auch die gleichnamige CD, welche bei den Grammy Awards 2010 in der Kategorie „Best Traditional Blues“ nominiert wurde.

2009 brachte ein weiteres Highlight hervor. Auf „Lucky In Love: The Best of Rick Vito“ wird dem Gesamtwerk Vitos Tribut gezollt. 19 Titel spiegeln das Schaffen des Ausnahmegitarristen wider und bieten eine fantastische Retrospektive seiner sieben Solo-Veröffentlichungen. Trotz aller Erfolge ist für Rick Vito noch lange nicht Schluss – weder solo noch als Teil der Mick Fleetwoods Blues Band.